Spanien liegt in der EU, deshalb übernimmt die EU-Karte die Behandlung in staatlichen Kliniken. Doch in Touristenregionen behandeln oft private Kliniken, die die EU-Karte nicht akzeptieren, und den Rücktransport zahlt sie nie. Genau hier entsteht die Lücke für eine Reisekrankenversicherung.
Als EU-Land ist Spanien über die EU-Karte grundsätzlich abgesichert: Sie übernimmt die medizinisch notwendige Behandlung im staatlichen Gesundheitssystem, so wie ein Einheimischer sie bekäme. Das klingt beruhigend, hat aber zwei Lücken.
Erstens behandeln in Urlaubsregionen wie Mallorca oder der Costa del Sol häufig private Kliniken, die die EU-Karte nicht akzeptieren. Dort zahlst du als Selbstzahler:
Zweitens übernimmt die EU-Karte den Rücktransport nach Deutschland nicht, auch wenn er medizinisch sinnvoll wäre. Aus Spanien kostet er rund 24.000 Euro.
Eine Reisekrankenversicherung schließt genau diese beiden Lücken: Sie übernimmt die Behandlung in privaten Kliniken ohne Vorleistung und zahlt den Rücktransport. In der EU ist sie damit die sinnvolle Ergänzung zur EU-Karte, nicht ihr Ersatz.
Wie Spanien im Vergleich zu Fernreisezielen dasteht, zeigt der Überblick zu Behandlungskosten im Ausland.
Nur eingeschränkt. Sie deckt die Behandlung in staatlichen Kliniken, nicht aber private Kliniken in Touristenorten und nicht den Rücktransport nach Deutschland. Diese Lücken schließt eine Reisekrankenversicherung.
Ein Arztbesuch rund 170 Euro, ein Krankenhaustag rund 990 Euro, eine Blinddarm-OP rund 5.000 Euro. Private Kliniken akzeptieren die EU-Karte oft nicht.
Nein. Den medizinischen Rücktransport nach Deutschland, aus Spanien rund 24.000 Euro, übernimmt die EU-Karte grundsätzlich nicht. Dafür ist eine Reisekrankenversicherung nötig.
Ja, als Ergänzung. Sie deckt private Kliniken und den Rücktransport ab, die die EU-Karte nicht übernimmt, und regelt die Kostenübernahme direkt.