Wo Malaria ein Thema ist, wie hoch das Risiko in typischen Reisegebieten ausfällt und wie du dich vor Mückenstichen schützt: Die Länder-Ratgeber ordnen das Malariarisiko je Reiseland ein.
Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Malariarisiko lässt sich nicht pro Land beantworten, sondern nur pro Region. Innerhalb desselben Landes liegen risikofreie Städte und Hochrisikogebiete oft wenige Fahrstunden auseinander.
Südafrika ist das deutlichste Beispiel. Ein Risiko besteht nur im Nordosten, also im Krüger-Nationalpark, in Teilen von Limpopo und Mpumalanga. Kapstadt und die Garden Route sind davon nicht betroffen. Ähnlich in Namibia: Das Risiko konzentriert sich auf den Norden, den Nordrand von Etosha, die Kavango-Region und den Sambesi-Streifen.
Wer die klassischen Urlaubsorte bereist, hat in vielen Ländern kein nennenswertes Risiko. Das gilt für Bangkok, Phuket und Koh Samui in Thailand, für Bali, Java und die großen Städte Indonesiens, für Manila, Cebu, Bohol und Boracay auf den Philippinen sowie für Kuala Lumpur, Penang und Langkawi in Malaysia.
Riskant wird es dort, wo weniger Reisende hinkommen: ländliche und bewaldete Gebiete, besonders in Grenzregionen. In Kambodscha etwa liegt das Risiko genau dort. In Brasilien und Peru beschränkt es sich auf das Amazonas-Tiefland, in Peru auf die Region Loreto um Iquitos. In Nepal betrifft es nur das südliche Tiefland, den Terai an der Grenze zu Indien.
In Tansania besteht im ganzen Land ein hohes Risiko, bis in mittlere Höhen, und dazu gehören auch Sansibar sowie Serengeti und Ngorongoro. In Kenia gilt ein hohes Risiko in weiten Teilen unter 2.500 Metern, ausdrücklich auch an der Küste um Mombasa und Diani.
Wer eine Safari oder Sansibar plant, kann das Thema also nicht über die Ortswahl umgehen. Hier ist die reisemedizinische Beratung zur Prophylaxe besonders wichtig.
Malaria überträgt sich über Mücken, und die brauchen Wärme und Wasser. Deshalb sinkt das Risiko mit der Höhe, in Kenia etwa oberhalb von 2.500 Metern. In Indien besteht es vor allem in tiefer gelegenen, ländlichen Regionen.
Auch die Regenzeit spielt eine Rolle, weil dann mehr Brutstätten entstehen. Die Länder-Ratgeber nennen dazu jeweils den konkreten Stand.
Jamaika gilt als malariafrei, trotzdem ist Denguefieber dort ein Thema. Dasselbe Muster zeigt sich in Costa Rica und der Dominikanischen Republik. Gegen Dengue gibt es inzwischen eine Impfung, sie wird aber nur bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfohlen, weshalb für den normalen Urlaub der Mückenschutz die eigentliche Maßnahme bleibt. Welche Impfungen sonst sinnvoll sind, steht bei den Reiseimpfungen.
Praktisch heißt Mückenschutz: lange, helle Kleidung in den Dämmerungsstunden, Repellent auf die freien Hautstellen und ein Moskitonetz, wenn das Zimmer nicht dicht ist. Das wirkt gegen beide Krankheiten gleichzeitig.
Malaria ist gut behandelbar, wenn sie früh erkannt wird. Fieber nach einer Tropenreise ist deshalb immer ein Arztbesuch, auch noch Wochen später. Was eine Behandlung im Reiseland kostet und warum der Rücktransport der teuerste Posten ist, steht bei den Behandlungskosten im Ausland.
Das hängt nicht vom Land ab, sondern von der Region und der Reiseart. Für Bangkok, Bali oder Kapstadt ist es meist kein Thema, für den Krüger-Nationalpark, Sansibar oder das Amazonas-Tiefland schon. Welche Prophylaxe für dich passt, entscheidet die reisemedizinische Beratung anhand deiner Route.
Ja. In Tansania besteht im ganzen Land ein hohes Risiko bis in mittlere Höhen, und Sansibar gehört dazu, ebenso Serengeti und Ngorongoro. Anders als in Thailand oder Indonesien lässt sich das Risiko hier nicht über die Wahl des Urlaubsorts umgehen.
Weitgehend ja. Die übertragenden Mücken brauchen Wärme, deshalb sinkt das Risiko mit der Höhe deutlich. In Kenia gilt das hohe Risiko für weite Teile unter 2.500 Metern. In Indien besteht es vor allem in tiefer gelegenen, ländlichen Regionen.
Beide werden von Mücken übertragen, aber von verschiedenen Arten und zu verschiedenen Tageszeiten. Gegen Malaria gibt es eine medikamentöse Prophylaxe, gegen Dengue inzwischen eine Impfung, die allerdings nur bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfohlen wird. Auffällig ist: In vielen malariafreien Zielen wie Jamaika, Costa Rica und der Dominikanischen Republik ist Dengue das eigentliche Thema.
Zum Arzt, und dabei die Reise erwähnen. Malaria kann noch Wochen nach der Rückkehr ausbrechen, deshalb ist das Reiseziel für die Diagnose entscheidend. Früh erkannt ist Malaria gut behandelbar, verschleppt wird sie gefährlich.