Eine Reisekrankenversicherung für Griechenland ist kein Luxus – sie ist notwendig. Die EU-Gesundheitskarte wird von vielen griechischen Ärzten schlicht nicht akzeptiert, und ein Hubschrauber-Transfer von einer Insel nach Athen kostet dich ohne Versicherung bis zu 8.000 € aus eigener Tasche.
Direkt online · Sofort aktiv · Police per E-Mail
Die Behandlungskosten in griechischen Privatkliniken sind für europäische Verhältnisse moderat, können sich aber schnell summieren. Ein Allgemeinarzt in der Privatpraxis kostet 60–150 €. Eine Notaufnahme-Behandlung in einer privaten Klinik schlägt mit 300–600 € zu Buche.
Wer stationär aufgenommen wird, zahlt pro Tag 300–600 €. Schwere Fälle wie ein Herzinfarkt mit Stent und drei Tagen Intensivstation landen bei 18.000–35.000 €. Der Faktor, der die meisten Griechenland-Urlauber überrascht: der Hubschrauber-Transfer von einer kleinen Insel.
Auf Inseln wie Folegandros, Milos oder Symi gibt es keine Operationskapazitäten. Bei einem ernsthaften Unfall oder Herzproblem kommt der Rettungshubschrauber – und die Rechnung dafür liegt bei 3.000–8.000 €. Ein Ambulanzflug nach Deutschland kostet noch einmal 15.000–25.000 €.
Diagnostik in griechischen Privatkliniken kostet: Röntgen 40 bis 100 Euro, Ultraschall 60 bis 150 Euro, CT-Scan 200 bis 500 Euro, MRT 250 bis 600 Euro.
Eine ambulante Wundnaht nach Sturz oder Schnittverletzung liegt bei 80 bis 250 Euro. Eine Tetanus-Auffrischung kostet 30 bis 60 Euro.
Eine Hubschrauber-Verlegung von einer Insel nach Athen oder Heraklion kostet 3.000 bis 8.000 Euro, abhängig von Distanz und Tageszeit.
Eine Schiffsverlegung per Coast Guard 1.000 bis 3.000 Euro.
Bei Magen-Darm-Erkrankungen mit ambulanter Infusion und Laborkontrolle solltest du mit 80 bis 250 Euro rechnen. Stationäre Aufnahme über zwei Nächte 800 bis 2.500 Euro.
Eine Verbrennungsbehandlung nach Sonnenbrand oder Quallen-Kontakt kostet 50 bis 200 Euro ambulant.
Eine Notaufnahme in einer Athener Privatklinik kostet 200 bis 500 Euro, im staatlichen Bereich mit EHIC etwa 30 Prozent Eigenanteil.
Eine OP nach Knöchelbruch oder Schlüsselbeinbruch mit zwei Übernachtungen liegt bei 4.000 bis 9.000 Euro im Privatbereich.
Selbst ein vermeintlich harmloser Sturz auf einem griechischen Inselpfad kann zu einem fünfstelligen Kostenproblem werden, sobald ein Hubschrauber-Transfer notwendig ist. Eine Reisekrankenversicherung übernimmt diese Kosten vollständig – und organisiert den Transport dazu.
Griechenland zählt zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands, mit rund drei Millionen deutschen Besuchern pro Jahr. Die meisten reisen auf Inseln – Kreta, Rhodos, Santorini, Mykonos oder Korfu. Genau dort liegt das Problem: Das medizinische Angebot auf kleinen und mittleren Inseln ist minimal.
Ein staatliches Gesundheitszentrum, oft mit einem einzigen Allgemeinarzt besetzt, ist häufig alles, was verfügbar ist. Chirurgen, Intensivstationen oder Fachärzte gibt es erst auf dem Festland oder auf Kreta. Dazu kommt, dass die EU-Gesundheitskarte (EHIC) zwar theoretisch gilt, in der Praxis aber regelmäßig nicht akzeptiert wird. Griechische Privatärzte und viele Kliniken verlangen Vorauszahlung, unabhängig davon, ob du die Karte vorlegst. Öffentliche Krankenhäuser sind im Hochsommer chronisch überlastet.
Eine Reisekrankenversicherung gibt dir direkten Zugang zu privaten Spitalkliniken in Athen oder Heraklion – ohne Vorauskasse, ohne bürokratische Hürden.
Die Hauptreisezeit für griechische Inseln läuft Mai bis Oktober. Im Juli und August klettern die Temperaturen in der Ägäis und auf den Kykladen regelmäßig auf 38 bis 42 Grad. 2023 wurden auf Rhodos Rekordwerte über 47 Grad gemessen.
Hitzschlag, Sonnenstich und Dehydrierung sind in diesen Monaten die häufigsten Notfallgründe. Die Klinikkapazitäten auf Inseln sind dann an der Belastungsgrenze.
Die Waldbrand-Saison läuft Juni bis September mit Schwerpunkt Juli und August. 2023 brannten Rhodos, Korfu und Evia großflächig, 2024 waren Athen und Attika betroffen. Bei Bränden ist die Klinikauslastung hoch und Reiseverkehr eingeschränkt.
Die Erdbebenzonen auf Kefalonia, Zakynthos, Samos und in der Westtürkei sind aktiv. In den letzten zehn Jahren gab es mehrere Beben über Stärke 6.
Beim Versicherungsschutz solltest du Griechenland in vier Versorgungs-Regionen denken. Athen und Thessaloniki haben das beste medizinische Angebot mit JCI-akkreditierten Privathäusern. Die großen Inseln (Kreta, Rhodos, Korfu) haben akzeptable Krankenhäuser. Auf mittleren und kleinen Inseln ist Erstversorgung Standard, bei OP-Bedarf erfolgt Verlegung. In Bergregionen (Olymp, Pindos) ist Helikopter-Rettung Standard.
Die häufigsten Gesundheitsrisiken in Griechenland sind Hitzschlag und Sonnenstich – im griechischen Hochsommer werden regelmäßig 38–40 Grad erreicht, 2023 gab es auf Rhodos Rekordwerte von über 47 Grad. Seeigel-Tritte am Strand gehören auf Kreta und Rhodos zur Tagesroutine der Notaufnahme. Quallen, insbesondere die Mittelmeer-Feuerqualle, treten im Sommer vor Korfu und anderen Inseln gehäuft auf.
Motorroller-Unfälle sind die häufigste schwere Unfallursache für Urlauber auf Inseln – viele Mopedverleihstellen prüfen den Führerschein nicht. Wanderunfälle in der Samaria-Schlucht auf Kreta oder in der Vikos-Schlucht kommen ebenfalls vor. Magen-Darm-Beschwerden durch Fisch- und Meeresfrüchte in minderwertigeren Touristenrestaurants runden das Bild ab.
In den Sommermonaten treten an den Stränden der Ägäis und am Ionischen Meer Quallenpopulationen auf. Die Mittelmeer-Feuerqualle (Pelagia noctiluca) verursacht starke Schmerzen und allergische Reaktionen.
Seeigel-Tritte beim Schwimmen an felsigen Küsten von Kreta, Rhodos, Mykonos und Santorini sind ein Standard-Befund in Inselkliniken. Die Stachel müssen oft chirurgisch entfernt werden.
Beim Schnorcheln und Tauchen treffen Reisende auf Petermännchen (Greater Weever) und Skorpionsfische. Die Stiche sind extrem schmerzhaft und benötigen ärztliche Behandlung.
In den Erdbebenzonen Kefalonia, Zakynthos und Samos sind Verletzungen durch herabfallende Gebäudeteile dokumentiert. Das Beben 2014 auf Kefalonia und 2020 auf Samos verursachten dutzende Verletzte.
Die Waldbrand-Saison Juli bis August führt jährlich zu Rauchgas-Vergiftungen, Verbrennungen und akuten Atemwegsbeschwerden. 2023 wurden auf Rhodos rund 30.000 Menschen evakuiert.
Im Hochgebirge (Olymp 2.917 Meter) ist Höhenkrankheit ab 2.500 Metern möglich. Sturzverletzungen sind häufig, die nächste OP-fähige Klinik ist Larissa oder Katerini.
Verkehrsunfälle mit Mietwagen, Roller und Quad sind auf Inseln verbreitet. Kurvenreiche Bergstraßen, fehlende Leitplanken und nasse Straßen in der Nebensaison sind Risikofaktoren.
Die typischen griechischen Reiseziele unterscheiden sich stark in Versorgungsdichte und Risikoprofil.
Auf den großen Inseln (Kreta, Rhodos, Korfu) gibt es Krankenhäuser mit Notaufnahme rund um die Uhr. Die Verlegung nach Athen ist nur bei komplexen Fällen notwendig, dauert aber zwei bis drei Stunden Flugzeit.
Auf mittleren Inseln (Santorini, Mykonos, Naxos, Paros, Kos) gibt es Gesundheitszentren (Kentro Ygeias) mit Erstversorgung. Bei OP-Bedarf erfolgt die Verlegung per Schiff oder Helikopter nach Athen oder Heraklion.
Auf kleinen Inseln (Folegandros, Astypalaia, Symi, Kastelorizo) ist die Versorgung auf Hausarzt-Niveau. Sturzverletzungen, Herzinfarkt und Schlaganfall führen zu sofortiger Helikopter-Verlegung mit mehrstündiger Wartezeit.
In Athen dominieren Verkehrsunfälle, Sturzverletzungen auf antiken Stätten (Akropolis, Plaka) und Hitzeerschöpfung im Sommer. Hygeia und Metropolitan sind innerhalb von 30 Minuten erreichbar.
In den Bergen (Olymp, Pindos, Taygetos, Samaria-Schlucht auf Kreta) sind Trekking-Unfälle das Hauptthema. Die Samaria-Schlucht (16 Kilometer) ist Europas längste Schlucht, Stürze und Erschöpfung sind dokumentiert.
Die Erdbebengebiete Kefalonia, Zakynthos und Samos haben in den letzten Jahren mehrere starke Beben erlebt. Verletzungen durch herabfallende Gebäudeteile sind dokumentiert.
In den Sommermonaten 2023 und 2024 verursachten Waldbrände auf Rhodos, Korfu, Evia und in Attika Klinikauslastungen durch Rauchgas-Vergiftungen und Verbrennungen.
Das griechische Gesundheitssystem wird vom staatlichen Träger EOPYY organisiert. Seit der Schuldenkrise leidet das öffentliche System unter chronischer Unterfinanzierung und Personalmangel. EU-Bürger haben mit der EHIC-Karte grundsätzlich Zugang zur öffentlichen Versorgung, zahlen aber bei EOPYY-Vertragskliniken 30 % Eigenanteil.
Dazu kommt, dass viele griechische Ärzte und Kliniken die EU-Karte schlicht nicht akzeptieren und auf Barzahlung bestehen. In Athen gibt es exzellente Privatkliniken wie das Hygeia Hospital oder das Metropolitan Hospital mit englischsprachigem Personal. Auf kleinen Inseln dagegen gibt es oft nur ein staatliches Iatreio – ein Gesundheitszentrum mit einem Arzt ohne OP-Möglichkeit.
Ernsthaftere Fälle müssen per Hubschrauber oder Schnellboot transportiert werden.
Das griechische Gesundheitssystem hat zwei Seiten. Das staatliche EOPYY-System leidet seit der Schuldenkrise unter Unterfinanzierung, lange Wartezeiten und Personalmangel sind Standard.
Die Privatmedizin in Athen ist auf internationalem Niveau. Hygeia Hospital, Metropolitan Hospital, IASO und Mediterraneo Hospital sind JCI-akkreditiert und entsprechen US-Standards. Englischsprachiges Personal ist Standard.
In Thessaloniki ist das Interbalkan European Medical Center die zentrale Privatklinik für Nordgriechenland und den Balkan.
Auf Kreta ist das Heraklion University Hospital (PAGNI) die größte staatliche Klinik. Privat ergänzt MITERA Heraklion und Mediterranean Hospital Chania die Versorgung.
Auf Rhodos versorgt das Rhodes General Hospital den gesamten Dodekanes. Bei komplexen Fällen erfolgt die Verlegung nach Athen.
Auf Santorini, Mykonos und Naxos sind Gesundheitszentren (Kentro Ygeias) Erstanlaufstelle. Eine Verlegung per Coast Guard oder Linienflug nach Athen wird bei OP-Bedarf organisiert.
Apotheken in Griechenland sind in Großstädten gut ausgestattet, auf Inseln teils eingeschränkt. Sonn- und Feiertage sind viele Apotheken geschlossen, Notdienst per Aushang.
Die Direktrechnungsstellung an deutsche Tarife funktioniert bei Hygeia, Metropolitan, IASO und Mediterraneo routinemäßig. Bei kleineren Inselkliniken erfolgt die Abrechnung über Erstattung nach Vorkasse.
Im Notfall wählst du in Griechenland 112 (universell, mit englischsprachiger Vermittlung) oder 166 (medizinischer Notruf, EKAB). Die Polizei erreichst du unter 100, die Feuerwehr unter 199.
Auf den Inseln ist die griechische Küstenwache (Coast Guard) für Hubschrauber-Evakuierung zuständig. Sie erreichst du unter 108. Die Reaktionszeit beträgt je nach Insellage zwischen 30 Minuten und drei Stunden.
Im Krankheitsfall ruf zuerst die deutschsprachige 24/7-Notrufzentrale deines Tarifs an. Sie übernimmt die Kostenzusage gegenüber Privatkliniken und organisiert die Verlegung vom Inselgesundheitszentrum nach Athen.
Direktdurchwahlen in Athen: Hygeia Hospital +30 210 686 7000, Metropolitan Hospital +30 210 480 9000, IASO General Hospital +30 210 690 2000, Mediterraneo Hospital +30 210 911 7000.
In Thessaloniki: Interbalkan European Medical Center +30 2310 400 000. Auf Kreta: Heraklion University Hospital (PAGNI) +30 2810 392 111, MITERA Heraklion +30 2810 230 000. Auf Rhodos: Rhodes General Hospital +30 22413 60000.
Apotheken heißen Farmakeio, Notdienst-Apotheken sind als Diavlimeno Farmakeio gekennzeichnet. Sonn- und Feiertage sind Apotheken oft geschlossen, Notdienst per Aushang.
Die deutsche Botschaft in Athen erreichst du unter +30 210 728 5111. Honorarkonsulate gibt es in Heraklion (Kreta), Patras, Korfu, Rhodos und Thessaloniki.
Als EU-Bürger bist du über deine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit der EU-Karte grundsätzlich abgesichert – aber in Griechenland greift das oft nicht zuverlässig. Viele Ärzte und Kliniken verweigern die Akzeptanz der EU-Karte, und du stehst mit einer Vorauszahlungsforderung da. Auf Inseln kommt das Insel-Problem hinzu: Hubschrauber-Transfers und Ambulanzflüge zahlt keine GKV.
Wer auf Santorini, Mykonos oder einer der kleinen Kykladen-Inseln erkrankt oder verunglückt, braucht eine Reisekrankenversicherung, die Rücktransporte abdeckt und direkt mit Privatkliniken abrechnet. Kurz: Die EU-Karte ist ein schwacher Schutz für Griechenland-Urlauber, besonders außerhalb der großen Städte.
Finde in 60 Sekunden deinen passenden Tarif.
Tarif findenDie EHIC ist in Griechenland theoretisch gültig, wird aber von vielen Privatärzten und einigen Kliniken nicht akzeptiert. Eine Reisekrankenversicherung übernimmt diese Lücke.
Hubschrauber- und Schiffsverlegung von Inseln nach Athen oder Heraklion müssen ausdrücklich eingeschlossen sein. Eine Verlegung per Coast Guard kostet ohne Versicherung 3.000 bis 8.000 Euro.
Direct-Billing mit Hygeia, Metropolitan, IASO und Mediterraneo in Athen ist Standard bei großen deutschen Tarifen.
Wenn du Tauchen planst (Kalymnos, Mykonos, Santorini, Kreta), sollten Tauchgänge bis 40 Meter ohne Zusatzprämie eingeschlossen sein. Die nächste Druckkammer ist im Naval Hospital Athen oder im Hyperbaric Center Crete (Heraklion).
Für Trekking in der Samaria-Schlucht oder am Olymp ist Bergrettung über 2.000 Meter Höhe sinnvoll.
Eine Klausel zum Storno bei Waldbränden oder Erdbeben am Reiseziel ist sinnvoll, gerade nach den Bränden 2023 und 2024.
Speichere die 24/7-Notrufzentrale deines Tarifs schon vor Abflug im Smartphone. Auf kleinen Inseln ist Mobilfunkempfang in Buchten oft eingeschränkt.
Griechenland ist EU-Mitglied, aber das bedeutet nicht, dass deine EU-Karte reibungslos funktioniert. Gerade auf den beliebten Inseln verlangen Ärzte häufig Vorauszahlung, und ernsthafte Fälle erfordern teure Transporte zum Festland. Eine Reisekrankenversicherung schützt dich vor genau diesen Kosten.
Als deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger reist du mit Personalausweis oder Reisepass nach Griechenland – kein Visum nötig. Für Nicht-EU-Bürger, die ein Schengen-Visum benötigen, ist ein Versicherungsnachweis mit mindestens 30.000 € Deckung Pflicht.
Die EU-Karte (EHIC) gilt offiziell, sollte aber nicht als alleiniger Schutz betrachtet werden, da sie vor Ort häufig nicht akzeptiert wird.
Andere Versicherungstypen für deine Reise nach Griechenland – passend kombinierbar zur Reisekrankenversicherung.
Reiserücktrittsversicherung
für Griechenland
Auslandskrankenversicherung
für Griechenland
Familien-Reiseversicherung
für Griechenland
Auslandskrankenversicherung für Senioren
für Griechenland
Auslandssemester Versicherung
für Griechenland
Backpacking Versicherung
für Griechenland
Reisekrankenversicherung für Taucher
für Griechenland
Reiseversicherung für Kreuzfahrten
für Griechenland
Andere Reiseziele, für die deutsche Reisende eine Reisekrankenversicherung suchen.
Alle Reiseziele für Reisekrankenversicherung →