Nach Australien kommst du nicht ohne Vorab-Genehmigung, aber für Deutsche ist sie kostenlos. Deutlich unangenehmer als die Formalitäten sind die Zollregeln, die viele unterschätzen.
Für Australien brauchst du eine Genehmigung vor dem Abflug. Für Deutsche ist das eVisitor-Visum (Subclass 651) der richtige Weg, und es kostet nichts. Beantragt wird es online, bevor du reist.
Das eVisitor gilt zwölf Monate ab Ausstellung. Innerhalb dieses Jahres kannst du beliebig oft einreisen, jeder einzelne Aufenthalt darf aber höchstens drei Monate dauern. Wer länger bleiben will, braucht ein anderes Visum.
Daneben existiert die Electronic Travel Authority (Subclass 601) mit denselben Aufenthaltsbedingungen. Sie kostet 20 AUD plus mögliche Gebühren des Vermittlers und läuft über Reisebüros oder Fluggesellschaften. Für Deutsche ist das der umständlichere und teurere Weg.
Australien verlangt keinen Pass mit sechs Monaten Restgültigkeit, wie es viele asiatische Ziele tun. Er muss aber für die gesamte Dauer deines Aufenthalts gültig sein. Auch Kinderreisepässe werden akzeptiert.
Achtung bei Zwischenstopps: Wenn du in Asien umsteigst, kann das Transitland eine Restgültigkeit von sechs Monaten verlangen. Dann zählt diese strengere Regel, nicht die australische.
Australien betreibt eines der strengsten Quarantäneregime der Welt, weil die Inselflora und -fauna empfindlich auf eingeschleppte Arten reagiert. Die Kontrollen bei der Einreise sind entsprechend gründlich.
Lebensmittel musst du auf der Passagier-Einreisekarte deklarieren, ausnahmslos. Das gilt auch für den Apfel aus dem Flugzeug, für Nüsse, Honig, Wurst und Käse. Wer etwas nicht angibt, riskiert empfindliche Strafen. Die Faustregel lautet: im Zweifel deklarieren, das kostet nichts außer einer Nachfrage.
Für Australien gibt es kein Abkommen wie die EU-Karte, die deutsche gesetzliche Krankenkasse leistet dort nicht. Behandlungen zahlst du zunächst selbst, und ein Rücktransport ans andere Ende der Welt gehört zu den teuersten überhaupt. Was das bedeutet, steht auf der Seite zur Reisekrankenversicherung für Australien.
Für Deutsche ist das eVisitor-Visum (Subclass 651) kostenlos und wird online beantragt. Die Alternative ETA (Subclass 601) kostet 20 AUD plus mögliche Vermittlergebühren. Für deutsche Reisende ist das eVisitor der einfachere Weg.
Je Aufenthalt maximal drei Monate. Das Visum selbst gilt zwölf Monate und erlaubt in dieser Zeit beliebig viele Einreisen. Für längere Aufenthalte am Stück brauchst du ein anderes Visum, etwa das Working-Holiday-Visum.
Kritisch sind vor allem Lebensmittel, Pflanzen und tierische Produkte. Alles davon musst du auf der Einreisekarte deklarieren, auch Kleinigkeiten wie Obst, Nüsse oder Honig. Nicht deklarierte Quarantänegegenstände können empfindliche Strafen kosten.
Die deutsche gesetzliche Krankenkasse leistet in Australien nicht, eine EU-Karte gibt es dort nicht. Behandlungskosten trägst du zunächst selbst. Wegen der Entfernung ist ein Rücktransport nach Deutschland besonders teuer.