Bei einem medizinischen Notfall im Ausland zählt zuerst die Versorgung: Wähl den Notruf, und ruf so früh wie möglich die 24-Stunden-Notfall-Hotline deiner Reisekrankenversicherung an. Sie organisiert die Behandlung, klärt die Kostenübernahme und im Ernstfall den Rücktransport. Hebe dabei alle Belege auf.
Im Notfall ist die Reihenfolge entscheidend. Diese fünf Schritte helfen dir, ruhig und richtig zu handeln.
In der gesamten EU erreichst du über die 112 kostenlos den Rettungsdienst, auch aus dem Mobilfunknetz. In den USA und Kanada gilt die 911. Viele Länder haben eigene Nummern, die du dir am besten vor der Reise notierst. Im Zweifel funktioniert in vielen Regionen auch die 112.
Die Notfall-Hotline ist deine zentrale Anlaufstelle. Sie nennt dir geeignete Ärzte und Kliniken, übernimmt die Kommunikation mit dem Krankenhaus und organisiert die Kostenübernahme. Ruf sie so früh wie möglich an, am besten noch bevor eine größere Behandlung beginnt.
Bei stationären Behandlungen läuft die Abrechnung oft direkt zwischen Versicherung und Klinik. Bei kleineren, ambulanten Behandlungen kommt es vor, dass du zunächst selbst zahlst und die Kosten anschließend erstattet bekommst. Auch dann ist die Hotline hilfreich, weil sie die Erstattung vorbereitet.
Ohne Reisekrankenversicherung trägst du die Kosten selbst, und die können hoch ausfallen, vor allem außerhalb Europas. Innerhalb der EU hilft die EU-Karte deiner gesetzlichen Krankenkasse begrenzt weiter: Sie gilt nur im öffentlichen Gesundheitssystem, nicht in Privatkliniken, und deckt keinen Rücktransport. Für alles darüber hinaus springt nur eine Reisekrankenversicherung ein.