Eine gute Reisekrankenversicherung muss die medizinisch notwendige Behandlung im Ausland voll abdecken, dazu einen medizinisch sinnvollen Rücktransport, eine 24-Stunden-Notfall-Hotline und die Direktabrechnung mit Kliniken. Wichtig ist, dass diese Leistungen ohne enge Grenzen enthalten sind.
Ob ein Tarif gut ist, entscheidet sich an einigen Kernleistungen. Diese Punkte sollten in jedem Fall enthalten sein:
Beim Rücktransport steckt der Unterschied im Wort. Ein schwacher Tarif zahlt nur, wenn der Rücktransport medizinisch notwendig ist, also ohne ihn eine ernste Gefahr besteht. Ein guter Tarif zahlt schon, wenn der Rücktransport medizinisch sinnvoll ist, etwa weil die Behandlung zu Hause besser oder angenehmer ist. Dieser eine Begriff entscheidet im Ernstfall über hohe Kosten.
Am sichersten fährst du mit einer unbegrenzten oder sehr hohen Deckungssumme. Behandlung und Rücktransport können je nach Land schnell teuer werden, vor allem außerhalb Europas und in den USA. Ein Tarif mit niedriger, fest gedeckelter Deckungssumme ist ein Warnsignal, weil im Ernstfall genau dann eine Lücke entsteht, wenn es teuer wird.
Das hängt von deinem Reiseziel ab. Für Reisen außerhalb Europas brauchst du weltweiten Schutz. Innerhalb der EU hilft die EU-Karte deiner gesetzlichen Krankenkasse begrenzt weiter, aber nur im öffentlichen Gesundheitssystem und ohne Rücktransport. Auch in Europa schließt eine Reisekrankenversicherung deshalb wichtige Lücken.
Manche Tarife sind mit einer Selbstbeteiligung günstiger. Wichtig ist, dass du die Wahl hast: Ein guter Tarif lässt die Selbstbeteiligung abwählen. Eine hohe, fest eingebaute Selbstbeteiligung dagegen bedeutet, dass du im Schadenfall einen spürbaren Teil selbst trägst.