Reicht die Versicherung meiner Kreditkarte für China?
Selten. Solche Leistungen sind meist an die Buchung mit der Karte gebunden, zeitlich eng begrenzt und decken den Rücktransport nicht in dem Umfang ab, den du aus China brauchst.
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Pauschalreise, Städtetrip, Badeurlaub.
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Work & Travel, Auslandssemester, Sabbatical.
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Ohne Versicherung trägst du in China jedes Risiko allein. Das beginnt beim einfachen Arztbesuch und endet beim Rückflug mit medizinischer Begleitung.
Staatliche Krankenhäuser sind vergleichsweise günstig, für ausländische Patienten aber schwer nutzbar. Anmeldung, Diagnose und Abrechnung laufen auf Chinesisch, die Wartezeiten sind lang, und die Abläufe unterscheiden sich deutlich von dem, was du aus Deutschland kennst.
Internationale Kliniken und die Privatabteilungen großer Häuser in Peking, Shanghai und Guangzhou behandeln auf westlichem Niveau mit englischsprachigem Personal. Sie rechnen dafür privat ab und verlangen fast immer eine Kostenzusage deiner Versicherung oder eine Anzahlung, bevor die Behandlung beginnt.
Der größte Posten ist der Rücktransport. Ein Ambulanzflug von China nach Deutschland ist wegen der Entfernung aufwendig, medizinisch begleitet und im staatlichen System schlicht nicht vorgesehen. Ohne Police organisierst und bezahlst du ihn selbst.
Entscheidend ist nicht die einzelne Arztrechnung, sondern der Ernstfall mit Klinikaufenthalt und Heimflug. Genau dafür ist die Auslandskrankenversicherung gemacht.
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FÜR REISEN NACH CHINA · EINZELPERSONEN & FAMILIEN
China ist für deutsche Reisende in den vergangenen Jahren wieder deutlich einfacher zu bereisen. Peking und Shanghai sind die klassischen Einstiege, Xi’an und Chengdu ziehen Kulturreisende an, Yunnan und Guilin stehen bei Individualreisenden hoch im Kurs. Dazu kommen Studierende an chinesischen Universitäten, Sprachschüler und Beschäftigte, die für ein Projekt mehrere Monate bleiben.
So unterschiedlich diese Aufenthalte sind, medizinisch stehen alle vor derselben Lage. Die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland leistet in China nicht. Das Sozialversicherungsabkommen zwischen beiden Ländern betrifft Renten- und Arbeitslosenversicherung, die Krankenbehandlung bleibt ausdrücklich außen vor.
Praktisch heißt das: Jede Behandlung zahlst du zunächst selbst. Wer nur eine Woche bleibt, trägt dasselbe Risiko wie jemand mit einem Halbjahresvisum. Der Unterschied liegt allein in der passenden Laufzeit der Police, nicht in der Höhe der Rechnung.
Eine Auslandskrankenversicherung übernimmt ambulante und stationäre Behandlung, Medikamente, den Zahnarzt im Notfall und den medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Genau diese Kombination fehlt dir in China sonst vollständig.
Die häufigsten medizinischen Probleme in China sind unspektakulär und treffen Kurzreisende genauso wie Langzeitgäste.
Magen-Darm-Infekte durch ungewohntes Essen und Leitungswasser stehen an erster Stelle. Trinke nur abgefülltes oder abgekochtes Wasser, abseits großer Hotels auch beim Zähneputzen.
In vielen Großstädten belastet die Luftqualität vor allem im Winter die Atemwege. Wer Asthma oder eine chronische Bronchitis hat, sollte Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen und die aktuellen Werte im Blick behalten.
Tollwut ist in China nicht ausgerottet. Nach jedem Biss oder Kratzer durch Hunde, Katzen oder Affen brauchst du zügig ärztliche Hilfe, auch wenn die Wunde harmlos aussieht.
In ländlichen Regionen tritt in der warmen Jahreszeit die Japanische Enzephalitis auf, übertragen durch Mücken. Konsequenter Mückenschutz in der Dämmerung ist die einfachste Vorbeugung.
Wer nach Tibet, ins westliche Sichuan oder ins Hochland von Yunnan reist, unterschätzt oft die Höhe. Die Höhenkrankheit beginnt harmlos mit Kopfschmerzen und wird ernst, wenn du zu schnell aufsteigst.
Die klassische Erstreise führt über Peking, Xi’an und Shanghai. Das bedeutet lange Tage zu Fuß, dichten Verkehr und volle Bahnhöfe. Die typischen Zwischenfälle sind Stürze, Erschöpfung und Magenprobleme.
Wer weiter nach Yunnan, Guilin oder Zhangjiajie reist, ist in bergigem Gelände unterwegs. Wanderwege sind oft steil und wenig gesichert, medizinische Hilfe ist deutlich weiter entfernt als in den Metropolen.
Auf der Hochland-Route über Tibet oder Qinghai kommt die Höhe dazu. Hier zählt der Rücktransport besonders, weil eine ernsthafte Höhenkrankheit einen schnellen Abtransport in tiefere Lagen verlangt.
Bei längeren Aufenthalten in Chengdu, Hangzhou oder Shenzhen ist weniger das Abenteuer das Risiko als der Alltag: Roller- und Fahrradverkehr, lange Arbeitstage und die Frage, wo du im Ernstfall überhaupt behandelt wirst.
Chinas Gesundheitswesen ist zweigeteilt, und als ausländischer Gast merkst du das sofort.
Im staatlichen Bereich versorgen große Klinikkomplexe sehr viele Patienten. Die medizinische Qualität ist in den Metropolen oft gut, die Kapazitäten sind jedoch ausgelastet. Du meldest dich meist selbst am Schalter an, zahlst vorab für jeden einzelnen Schritt und bekommst Befunde auf Chinesisch.
Daneben gibt es internationale Kliniken und Privatabteilungen, die gezielt auf ausländische Patienten ausgerichtet sind. Dort ist englischsprachiges Personal Standard, die Abläufe ähneln europäischen Praxen, und die Rechnungen fallen entsprechend höher aus.
Für dich ist im Ernstfall meist die zweite Variante die richtige. Eine Auslandskrankenversicherung macht sie überhaupt erst zugänglich, weil sie die Kostenzusage übernimmt, auf der diese Häuser bestehen.
Wenn etwas passiert, zählt vor allem, dass du schnell an der richtigen Stelle landest.
Der Rettungsdienst ist unter 120 erreichbar. Rechne damit, dass die Mitarbeitenden nur Chinesisch sprechen. Lass dir im Zweifel von der Rezeption deiner Unterkunft helfen.
Ruf so früh wie möglich die 24-Stunden-Notrufnummer auf deiner Police an. Die Notrufzentrale kennt die geeigneten Kliniken vor Ort, spricht Deutsch und gibt der Klinik die Kostenzusage, auf der internationale Häuser bestehen.
Bezahlt wird in China fast überall mit dem Handy. Ausländische Kreditkarten werden in Kliniken nicht zuverlässig akzeptiert. Verlass dich deshalb nicht darauf, spontan hohe Beträge begleichen zu können.
Heb jede Rechnung, jeden Befund und jedes Rezept auf. Für die Erstattung brauchst du die Originalbelege, und chinesische Kliniken stellen sie nicht automatisch auf Englisch aus.
Ja, und zwar unabhängig davon, wie lange du bleibst. Die gesetzliche Krankenkasse leistet in China nicht, ein Sozialabkommen für die Krankenbehandlung gibt es nicht, und die Kliniken, die dich im Ernstfall auf gewohntem Niveau versorgen, rechnen privat ab. Der einzige Unterschied zwischen zwei Wochen Städtereise und einem Semester in Chengdu ist die passende Laufzeit deiner Police.
Achte zuerst auf den Rücktransport. Aus China ist er der teuerste Bestandteil im Schadensfall, und die Formulierung in den Bedingungen macht den Unterschied. Gut ist eine Police, die den medizinisch sinnvollen Rücktransport übernimmt und nicht nur den medizinisch zwingend notwendigen.
Prüfe die maximale Aufenthaltsdauer. Viele Kurzreise-Tarife enden nach wenigen Wochen. Wer für ein Semester, ein Projekt oder eine längere Rundreise bleibt, braucht eine Police, die den gesamten Zeitraum am Stück abdeckt.
Wichtig ist außerdem eine gut erreichbare Notrufzentrale, die direkt mit der Klinik abrechnet. In China entscheidet die Kostenzusage darüber, wie schnell behandelt wird.
Vorerkrankungen sind bei diesen Tarifen grundsätzlich ausgeschlossen. Wer chronisch krank ist, sollte das vor der Abreise ärztlich klären und Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen.
In China zahlt die deutsche Kasse nichts, und die Kliniken, die dich auf gewohntem Niveau versorgen, behandeln erst gegen Kostenzusage. Der wichtigste Bestandteil deiner Police ist der Rücktransport.
Folge-Fragen, die typisch nach der ersten Recherche zu Auslandskrankenversicherung für China aufkommen.
Selten. Solche Leistungen sind meist an die Buchung mit der Karte gebunden, zeitlich eng begrenzt und decken den Rücktransport nicht in dem Umfang ab, den du aus China brauchst.
Dafür brauchst du eine Police über die gesamte Studienzeit. Universitäten verlangen häufig einen Nachweis, und Kurzreise-Tarife laufen zu früh aus.
Das ist die Ausnahme. Die meisten Tarife setzen den Abschluss vor der Ausreise voraus. Kläre das vor dem Abflug, nicht danach.
In der Regel nicht, weltweite Tarife schließen beide ein. Prüfe im Zweifel den Geltungsbereich, weil beide ein eigenes Gesundheitssystem haben.
Nein. Das Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und China betrifft Renten- und Arbeitslosenversicherung, nicht die Krankenbehandlung. Jede Behandlung in China zahlst du zunächst selbst.
Ja. Das Risiko ist bei einer kurzen Städtereise dasselbe wie bei einem langen Aufenthalt, nur die passende Laufzeit unterscheidet sich. Für Urlaube bis acht Wochen reicht eine Reisekrankenversicherung, für längere Aufenthalte brauchst du eine Auslandskrankenversicherung.
Im akuten Notfall wirst du versorgt. Für alles Weitere verlangen internationale Kliniken in der Regel eine Anzahlung oder eine Kostenzusage der Versicherung. Deshalb solltest du die Notrufnummer deiner Police so früh wie möglich anrufen.
Die Notrufzentrale prüft, ob ein Transport medizinisch sinnvoll ist, und organisiert ihn samt Begleitung. Wegen der Entfernung ist das aufwendig und ohne Versicherung eine sehr hohe Belastung.
Nein. Bereits vor Reisebeginn bestehende Erkrankungen sind bei Reise- und Auslandskrankenversicherungen generell ausgeschlossen. Kläre chronische Beschwerden vor der Abreise mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
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