Für Bali und Indonesien ist keine Impfung vorgeschrieben. Ein Risiko sticht aber deutlich heraus, und es hat vier Beine: Das Auswärtige Amt nennt ein hohes Risiko für Bissverletzungen durch streunende Hunde und Affen.
In den meisten Reiseländern taucht Tollwut als Randnotiz für Langzeitreisende auf. Für Indonesien formuliert das Auswärtige Amt deutlicher: Es besteht landesweit ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und auch Affen.
Das betrifft auf Bali besonders die Orte, an denen Affen zum Programm gehören. Wer dort Futter in der Hand hält oder eine Kamera zu nah führt, provoziert genau die Situation, um die es geht. Nach jedem Biss oder Kratzer gilt: sofort gründlich waschen und umgehend ärztlich abklären, unabhängig davon, ob geimpft wurde.
Eine Besonderheit gegenüber anderen südostasiatischen Zielen: Für Indonesien wird ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis ausdrücklich empfohlen, mit Auffrischung, wenn die letzte Impfung mehr als zehn Jahre zurückliegt. Dazu kommt der Masernschutz.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Poliomyelitis genannt, bei Langzeitaufenthalt zusätzlich Chikungunya, Dengue, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und die Japanische Enzephalitis.
Indonesien ist zu groß für eine pauschale Antwort. Ein hohes Risiko besteht in West-Papua und auf Sumba, ein mittleres auf Kalimantan, Teilen von Sulawesi und auf Flores. Für Bali, Java und Sumatra gilt dagegen nur ein geringes Risiko, Jakarta gilt als malariafrei.
Entsprechend wird eine medikamentöse Prophylaxe nur für Sumba und West-Papua empfohlen. Für einen Bali-Urlaub ist sie kein Standardthema. Die regionale Verteilung steht im Ratgeber zu den Malariagebieten.
Dengue und Chikungunya werden landesweit von tagaktiven Mücken übertragen, Mückenschutz gehört also auch tagsüber dazu. Das Auswärtige Amt nennt für Bali außerdem Legionellose in Resorts und warnt vor Methanolvergiftungen durch unsaubere Alkoholika.
Zur medizinischen Versorgung wird deutlich formuliert: Privatkliniken in Jakarta sind angemessen ausgestattet, außerhalb ist die Versorgung deutlich eingeschränkt. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung wird ausdrücklich dringend empfohlen.
Das deckt sich mit der Praxis: Ernste Fälle werden häufig nach Singapur oder Jakarta verlegt, bevor überhaupt an einen Rücktransport zu denken ist. Was das kostet, steht auf der Seite zur Reisekrankenversicherung für Indonesien.