Oslo ist ein beliebtes Ziel für Reisende mit längerem Aufenthalt und Saisonarbeiter, die länger als sechs Wochen in Norwegen bleiben. Ab diesem Zeitpunkt erlischt der Schutz der meisten kurzfristigen Reisekrankenversicherungen, und Norwegen gehört zu den teuersten Ländern Europas für medizinische Behandlungen.
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Ein Allgemeinarzt-Besuch in Oslo kostet als Privatpatient 150 bis 400 Euro pro Konsultation. Im öffentlichen System mit EU-Karte fällt ein Eigenanteil von ca. 24 Euro pro Konsultation an, aber bei häufigen Besuchen summiert sich das. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt schlägt mit 600 bis 2.000 Euro pro Tag zu Buche. Bei einer chronischen Erkrankung oder einem Unfall mit mehrwöchigem Aufenthalt können die Kosten schnell auf 20.000 bis 50.000 Euro steigen. Zahnbehandlungen gehören zu den teuersten in Europa: 150 bis 500 Euro für eine einfache Füllung oder Kontrolle. Hubschrauber-Bergrettung, die bei Outdoor-Aktivitäten realistisch ist, kostet 5.000 bis 30.000 Euro. Ein Ambulanzflug nach Deutschland, falls nötig, liegt bei weiteren 15.000 bis 30.000 Euro.
Bei Langzeitaufenthalten fällt nicht nur Akutmedizin an. Routine-Hausarztbesuche, Vorsorge-Untersuchungen, Zahnvorsorge und Augenarzt sind regelmäßige Posten.
In Norwegen kostet ein GP-Besuch 24 bis 50 Euro Egenandel, im Privatbereich 100 bis 250 Euro.
Eine Vorsorge-Untersuchung 200 bis 500 Euro im Privatbereich.
Ein MRT 500 bis 1.200 Euro im Privatbereich.
Eine Zahnreinigung 80 bis 200 Euro.
Eine Schwangerschaftsvorsorge mit Ultraschall, Bluttests und Geburtsvorbereitung kostet über 9 Monate je nach Land 800 bis 4.000 Euro im Privatbereich.
Eine Zahnvorsorge mit professioneller Zahnreinigung und Kontrolle 60 bis 200 Euro pro Termin.
Eine Augenarzt-Kontrolle mit Sehtest 50 bis 150 Euro.
Eine Frauenarzt-Vorsorge mit Krebsabstrich 60 bis 200 Euro.
Norwegen hat sich als eines der attraktivsten Ziele für Reisende mit längerem Aufenthalt in Europa etabliert. Oslo bietet exzellente Infrastruktur, schnelles Internet, ein sicheres Umfeld und eine lebhafte Start-up-Szene. Gleichzeitig arbeiten jedes Jahr Tausende Deutsche als Saisonangestellte in der Fischerei, in den Skigebieten Hemsedal und Trysil oder im Tourismus rund um die Fjorde. Für alle, die länger als sechs Wochen in Norwegen verbringen, stellt sich eine entscheidende Versicherungsfrage: Standard-Reisekrankenversicherungen decken meist nur Reisen bis zu 42 oder 56 Tagen ab. Danach ist man ohne Schutz. Die EU-Karte gilt zwar in Norwegen aufgrund des EWR-Abkommens, aber der Schutz greift nur im öffentlichen System, nur mit Eigenanteilen und deckt Privatärzte sowie Bergrettungskosten nicht ab. Für einen längerer Auslandsaufenthalt, bei dem man regelmäßig Arztbesuche benötigt oder sportlich aktiv ist, reicht das bei weitem nicht aus. Ein Krankenhausaufenthalt kostet in Norwegen 600 bis 2.000 Euro pro Tag. Eine Blinddarm-OP liegt bei 10.000 bis 25.000 Euro. Wer als Saisonarbeiter oder Nomade ohne ausreichende Versicherung erkrankt, trägt diese Kosten vollständig selbst. Eine Auslandskrankenversicherung für Norwegen schließt diese Lücken: Sie deckt die gesamte Aufenthaltsdauer, übernimmt Kosten bei Privatärzten, sichert Bergrettungskosten ab und garantiert im Ernstfall den Rücktransport nach Deutschland. Für Aufenthalte über 12 Monate empfiehlt sich außerdem eine Prüfung, ob eine Auslandskrankenversicherung die bessere Lösung ist.
Norwegen ist EWR-Mitglied. EHIC gilt mit Egenandel-Eigenanteilen.
Studienjahre starten Mitte August.
Saisonarbeit Mai bis September.
Polarlichter-Saison September bis März.
Beim Versicherungsschutz solltest du Norwegen in vier Versorgungs-Regionen denken. Oslo, Bergen, Stavanger, Trondheim Universitätskliniken auf Spitzenniveau. Tromsø für Nord-Norwegen. In den Fjorden und auf Lofoten längere Anfahrten. Auf Spitzbergen sehr dünn.
Bei längerer Auslandsaufenthalten in Norwegen steigen die gesundheitlichen Risiken durch alltägliche Aktivitäten erheblich. Wandern in den Fjorden und Wäldern birgt Unfallrisiken, besonders im Herbst und Winter bei Eis und Nässe. Saisonarbeiter in Skigebieten sind täglich Unfallrisiken ausgesetzt. Wer in Tromsø oder auf den Lofoten überwintert, ist extremen Kältebedingungen ausgesetzt. Digitale Nomaden in Oslo unterschätzen oft einfache Risiken wie eine Grippe oder eine Zahnentzündung, die im teuersten Zahnarzt-Land Europas schnell sehr kostspielig werden. Auf Svalbard ist die Versorgungsdichte extrem gering und ein Medevac nach Tromsø kostet 15.000 bis 40.000 Euro.
Bei Aufenthalten über mehrere Monate treten Risiken auf, die bei Kurzreisen kaum eine Rolle spielen.
Anpassungserkrankungen treffen viele Langzeitreisende. Heimweh, Kulturschock und sozialer Stress führen zu Schlafstörungen, Angstzuständen und depressiven Episoden.
Burnout bei Au-Pair-Stellen, Praktikanten und Sprachreisenden ist dokumentiert.
Sport-Verletzungen sind über Monate häufiger als bei Kurzreisen.
Chronische Erkrankungen können sich verschlechtern, wenn Vorsorge oder Medikation unterbrochen wird.
Suchtprobleme (Alkohol, Drogen) treten bei Langzeitaufenthalten in fremden sozialen Kontexten häufiger auf.
Sexuell übertragbare Infektionen sind bei längeren Aufenthalten statistisch wahrscheinlicher. Vorsorge und Tests gehören zur Routine.
Studienaufenthalte an Universitet i Oslo, Universitetet i Bergen, NTNU Trondheim 5 bis 12 Monate.
Working-Holiday und Saisonarbeit (Tourismus, Fisch-Industrie) 3 bis 12 Monate.
Sprachreisen (Norwegisch) in Oslo und Bergen 2 bis 6 Monate.
Volunteer-Aufenthalte (Naturschutz, Tierschutz) 1 bis 6 Monate.
Sabbatical mit Wandern auf den Fjorden, in Lofoten und in Lappland Wochen oder Monate.
Auf Spitzbergen sehr dünne Versorgung, Verlegung nach Tromsø Standard.
Das norwegische Gesundheitssystem (HELFO) ist qualitativ exzellent, aber als Reisender mit längerem Aufenthalt oder Nicht-Gemeldeter hat man keinen Anspruch auf den vollständigen öffentlichen Schutz. Erst wenn man in Norwegen offiziell gemeldet ist und in die Sozialversicherung einzahlt, erhält man ähnliche Rechte wie Norweger. Die EU-Karte gilt im EWR auch für längerer Auslandsaufenthalte, aber sie deckt nur notwendige Behandlungen und immer mit Eigenanteilen. Für regelmäßige Arztbesuche, Kontrollen bei chronischen Erkrankungen oder Zahnbehandlungen greift die EU-Karte nicht ausreichend.
Bei Aufenthalten über 3 Monate solltest du dir vor Ort einen Hausarzt suchen. Sprachschule, Au-Pair-Familie oder Arbeitgeber kennen oft Empfehlungen.
In Norwegen ist HELFO das staatliche System mit JCI-Standards in allen Universitätskliniken. Oslo Universitetssykehus, Haukeland Bergen, St. Olavs Trondheim und UNN Tromsø sind führend. Privatkliniken Volvat und Aleris ergänzen.
Die Direktabrechnung mit der Auslandskrankenversicherung funktioniert in den meisten Privatkliniken über den Letter of Guarantee, der durch die deutschsprachige Notrufzentrale ausgestellt wird.
Bei Hausarzt-Besuchen ist meist Vorkasse Standard. Du reichst die Belege bei der Versicherung ein und bekommst die Erstattung in der Regel innerhalb von 4 Wochen.
Apotheken in deiner Stadt solltest du früh kennenlernen. Notdienst-Apotheken sind je nach Land unterschiedlich geregelt.
Wer eine Dauermedikation braucht, sollte frühzeitig prüfen, ob das Medikament im Reiseland verfügbar ist.
Im Notfall wählst du in Norwegen 113 (medizinisch), 112 (Polizei), 110 (Feuerwehr).
Bei Langzeitaufenthalten suchst du dir früh einen GP. Ohne registrierten GP keine NHS-Leistungen.
Direktdurchwahlen: Oslo Universitetssykehus Rikshospitalet +47 23 07 00 00, Haukeland Universitetssjukehus Bergen +47 55 97 50 00, St. Olavs Hospital Trondheim +47 72 57 30 00, UNN Tromsø +47 77 62 60 00.
Apotheken (Apotek) der Ketten Vitusapotek, Apotek 1, Boots Apotek.
Die deutsche Botschaft in Oslo (+47 23 27 54 00).
Wenn du länger als sechs Wochen in Norwegen bist, läuft dein GKV-Auslandsschutz in vielen Fällen aus. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt im EWR-Ausland nur, was das dortige öffentliche System bietet, also mit Eigenanteilen und ohne Rücktransport. Für Aufenthalte von zwei bis zwölf Monaten ist eine Auslandskrankenversicherung die richtige Wahl. Bei Aufenthalten über zwölf Monate, insbesondere mit gemeldeter Adresse, solltest du eine Auslandskrankenversicherung in Betracht ziehen. Privat Versicherte sollten ihren Tarif genau prüfen, ob längerer Auslandsaufenthalte in Norwegen inklusive Rücktransport abgedeckt sind.
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Tarif findenAuslandskrankenversicherungen für Norwegen sind auf Aufenthalte zwischen 2 und 12 Monaten zugeschnitten. Die maximale Vertragsdauer beträgt bei den meisten Tarifen 12 oder 24 Monate.
Die Heilbehandlungssumme sollte unbegrenzt oder mindestens 1 Million Euro betragen. Bei Langzeitaufenthalten ist die Wahrscheinlichkeit für ernsthafte Behandlungen deutlich höher als bei Kurzreisen.
Vorsorge-Untersuchungen und Routine-Hausarzt-Besuche sollten ausdrücklich eingeschlossen sein. Nicht jeder Tarif deckt das ab.
Zahnbehandlung und Zahnersatz sind bei Langzeitaufenthalten besonders relevant. Wartezeiten und Höchstgrenzen prüfen.
Schwangerschaft und Geburt sind bei manchen Tarifen ausgeschlossen oder nur mit Wartezeit nach Vertragsbeginn abgedeckt.
Visumsnachweis und Sprachschulbescheinigung werden bei manchen Tarifen verlangt.
Wer länger als sechs Wochen in Norwegen bleibt, braucht zwingend eine Auslandskrankenversicherung. Kurzzeit-Policen laufen ab, die EU-Karte deckt bei längerer Auslandsaufenthalten nur eingeschränkt, und Norwegen hat die teuerste medizinische Versorgung Europas. Besonders Reisende mit längerem Aufenthalt in Oslo und Saisonarbeiter in den Skigebieten sind betroffen.
Deutsche brauchen für Norwegen kein Visum, der Personalausweis reicht. Als EU-Bürger kannst du dich prinzipiell unbegrenzt in Norwegen aufhalten, aber ab drei Monaten empfiehlt sich eine Anmeldung. Für Saisonarbeit benötigst du keine Arbeitserlaubnis als EU-Bürger, aber einen Nachweis des Arbeitsverhältnisses. Bei längeren Aufenthalten ist die Anmeldung beim lokalen Folkeregister empfehlenswert.
Andere Versicherungstypen für deine Reise nach Norwegen – passend kombinierbar zur Auslandskrankenversicherung.
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Reiserücktrittsversicherung
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