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Hohes Risiko

Reisekrankenversicherung für Malaysia

Eine Reisekrankenversicherung Malaysia ist unverzichtbar: Dengue-Fieber ist ganzjährig endemisch, und ein Krankenhaustag in einer Privatklinik in Kuala Lumpur kostet schnell 500 Euro.

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Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Dengue-Fieber trifft auch Reisende in KL und Penang, die Behandlung im Privatspital kostet mehrere Tausend Euro.
  • In Borneo kommt Malaria-Risiko hinzu, ohne Versicherung trägst du alle Kosten selbst.
  • Schliesse die Reisekrankenversicherung vor Abreise ab und stelle sicher, dass Borneo mitversichert ist.

Typische Behandlungskosten in Malaysia

Allgemeinarzt-Besuch30-60 EUR
Krankenhaus / Tag300-800 EUR
Notaufnahme200-500 EUR
Zahnbehandlung80-250 EUR
Ambulanzflug nach Deutschland20.000-45.000 EUR

Malaysias Gesundheitssystem teilt sich klar in zwei Welten: Die oeffentlichen Kliniken sind fuer Auslaender teuer und langsam, und du wirst in der Regel ans Ende der Warteliste gesetzt. Die Privatspitaeler hingegen, besonders in Kuala Lumpur und Penang, arbeiten schnell, sprechen Englisch und akzeptieren direkte Abrechnungen mit Versicherungen. Ein Besuch beim Allgemeinarzt in einer Privatklinik kostet 30 bis 60 Euro, was moderat klingt, aber der eigentliche Kostentreiber sind stationaere Aufenthalte.

Was Reisende konkret zahlen

Ein Tag im Privatspital in KL schlaegt mit 300 bis 800 Euro zu Buche, je nach Behandlung und Zimmerstandard. Eine Dengue-Behandlung erfordert typischerweise mehrere Tage stationaeren Aufenthalt zur Ueberwachung der Blutplaettchen, was schnell 2.000 bis 5.000 Euro bedeutet. Die Notaufnahme kostet einmalig 200 bis 500 Euro, bevor weitere Behandlungskosten anfallen.

Zahnbehandlungen werden in Malaysia zu vergleichsweise moderaten 80 bis 250 Euro angeboten. Der absolute Kostengipfel ist ein medizinischer Ruecktransport nach Deutschland: Ein Ambulanzflug kostet 20.000 bis 45.000 Euro, abhaengig von Standort und Zustand des Patienten. Wer in Borneo erkrankt, muss moeglicherweise zuerst nach Kuching oder Kota Kinabalu geflogen werden, bevor ein Ruecktransport nach Europa organisiert werden kann, was die Kosten weiter in die Hoehe treibt.

Diagnostik und typische Eingriffe im Detail

Diagnostik in malaysischen Privatkliniken kostet: Röntgen 30 bis 80 Euro, Ultraschall 50 bis 130 Euro, CT-Scan 180 bis 450 Euro, MRT 250 bis 600 Euro. Malaysia hat mit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für medizinische Leistungen in Asien (Medical Tourism Hub).

Eine ambulante Wundnaht nach Sturz oder Schnittverletzung liegt bei 70 bis 220 Euro. Eine Tetanus-Auffrischung kostet 25 bis 50 Euro.

Eine Tollwut-Postexpositionsprophylaxe mit vier Impfungen plus Immunglobulin kostet 200 bis 500 Euro.

Eine Dengue-Behandlung mit drei bis fünf Tagen stationärer Aufnahme und Thrombozyten-Überwachung kostet 1.200 bis 3.500 Euro. Bei schwerer Verlaufsform mit Intensivpflege bis 8.000 Euro.

Eine Malaria-Behandlung (vor allem Borneo, Plasmodium knowlesi) mit stationärer intravenöser Therapie kostet 1.500 bis 4.500 Euro.

Bei Magen-Darm mit ambulanter Infusion und Stuhlkultur solltest du mit 80 bis 250 Euro rechnen. Stationäre Aufnahme über zwei Nächte 800 bis 2.000 Euro.

Eine Druckkammerbehandlung in Lumut nach Tauchunfall kostet 1.200 bis 3.500 Euro pro Sitzung, plus Charterflug von Sabah.

Eine Bergrettung am Mount Kinabalu mit Helikopter kostet 5.000 bis 15.000 Euro, abhängig von Höhe und Wetter.

Ein typischer Dengue-Schadensfall in Malaysia umfasst Notaufnahme, mehrere Tage Hospitalisation und Nachsorge und landet leicht bei 3.000 bis 6.000 Euro. Ein Ambulanzflug aus Borneo ueberschreitet problemlos 30.000 Euro. Mit einer Reisekrankenversicherung traegst du diese Kosten nicht allein.

Malaysia zieht Reisende mit einer unglaublichen Vielfalt an: pulsierendes Kuala Lumpur mit seinen Petronas Towers, das kulturelle Erbe Penangstreetfoodparadieses, die Regenwaelder Borneos mit Orang-Utans und Proboscis-Affen, und die Taucherparadiese rund um die Perhentian Islands und Sipadan. Wer nach Malaysia reist, bewegt sich in einem Land mit zwei voellig unterschiedlichen Risikoprofilen: die Halbinsel mit Dengue-Fieber als Hauptgefahr, und Borneo mit zusaetzlichem Malaria-Risiko in abgelegenen Dschungelregionen.

Was Reisende erwartet

Eine Reisekrankenversicherung Malaysia ist deshalb kein nettes Extra, sondern eine Grundvoraussetzung fuer eine sorgenfreie Reise. Das Privatkliniknetz in Kuala Lumpur ist auf Weltniveau: Haaeuser wie das Pantai Hospital, Prince Court Medical Centre oder Gleneagles KL bieten medizinische Versorgung, die dem deutschen Standard entspricht oder ihn uebertrifft.

Englisch wird dort problemlos gesprochen. Wer jedoch in Sabah oder Sarawak unterwegs ist, trifft auf eine deutlich duennere medizinische Infrastruktur mit langen Fahrzeiten bis zur naechsten adaequaten Klinik.

Mit der richtigen Reisekrankenversicherung hast du freie Klinikwahl und kannst direkt in das naechste Privatspital, ohne lange auf oeffentliche Aufnahme zu warten. Der Monsun beeinflusst ausserdem, wann und wo du reisen kannst: die Westküste wird November bis Februar getroffen, die Ostküste Mai bis September, was auch die Erreichbarkeit medizinischer Versorgung in Kuestenregionen zeitweise erschwert.

Saisonalität und regionale Unterschiede

Malaysia hat ganzjährig tropisches Klima mit zwei Monsunen. Der Nordost-Monsun (November bis März) bringt starken Regen an die Ostküste der Halbinsel und auf Borneo.

Der Südwest-Monsun (Mai bis September) trifft die Westküste der Halbinsel mit moderatem Regen.

In der Hauptsaison Dezember bis Februar sind Tioman, Perhentian und Redang wegen rauer See teils geschlossen. Die Tauchsaison auf Sipadan läuft April bis Dezember.

In Kuala Lumpur und auf Penang sind die Temperaturen ganzjährig 26 bis 33 Grad bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Hitzeerschöpfung tritt vor allem bei Touristen ohne Akklimatisierung auf.

Haze-Phasen (Brandrodungs-Smog aus Sumatra und Kalimantan) treten meistens August bis Oktober auf. Werte über 200 PSI führen zu Schulschließungen, Klinikbesuche wegen Atemwegsbeschwerden steigen sprunghaft.

Beim Versicherungsschutz solltest du Malaysia in vier Versorgungs-Regionen denken. Kuala Lumpur und Penang haben das beste medizinische Angebot mit mehreren JCI-akkreditierten Häusern. Johor Bahru, Ipoh, Kota Kinabalu und Kuching haben akzeptable Privatkliniken. Auf den Inseln und im Hochland ist die Versorgung dünn, ernste Fälle werden per Boot oder Charterflug verlegt. In Borneos Hinterland sind Distanzen sehr groß.

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Gesundheitsrisiken in Malaysia

Dengue-Fieber ist das zentrale Risiko fuer Malaysiabesucher und gilt ganzjährig in staedtischen und laendlichen Gebieten gleichermassen. Nach Regenfaellen steigt die Mueckenpopulation rasant an, und die Aedes-Muecke, die Dengue uebertraegt, sticht tagsueber. Typische Symptome wie Fieber, starke Gliederschmerzen und Hautausschlag setzen sich nach 5 bis 7 Tagen intensiv durch; bei einem Abfall der Blutplaettchen droht schwere Dengue.

Wenn der Ernstfall eintritt

Die Behandlung ist ausschliesslich stationaer moeglich und kann mehrere Wochen dauern. Fuer Borneo kommt Malaria als ernsthaftes Risiko hinzu, ausschliesslich in den Dschungelregionen von Sarawak und Sabah sowie im laendlichen Hinterland. Auf der malaiischen Halbinsel und auf Penang besteht kein Malariarisiko.

Mit einer Reisekrankenversicherung bist du bei einem Dengue-bedingten Klinikaufenthalt in KL ebenso abgesichert wie bei einer Malariaerkrankung in einem abgelegenen Teil Borneos, wo du per Hubschrauber abtransportiert werden muss.

Borneo, Tropenkrankheiten und Wassersport

Borneo ist medizinisch eine eigene Welt. In Sabah und Sarawak ist Plasmodium knowlesi (Affenmalaria) endemisch. Diese Form ist gefährlich und wird oft erst spät erkannt.

Beim Trekking im Mulu-Nationalpark, in Bako oder im Danum Valley sind Blutegel, Mücken, Schlangenbisse und Stürze auf nassen Plankenwegen typisch. Die nächste Klinik ist oft mehrere Stunden entfernt.

Mount Kinabalu ist mit 4.095 Metern der höchste Berg Südostasiens. Höhenkrankheit (AMS) ab dem Übernachtungspunkt Laban Rata (3.272 Meter) ist häufig. 2015 starben Trekker bei einem Erdbeben am Berg.

Tauchen in Sipadan, Mabul und Kapalai gehört zu den weltbesten Tauchrevieren. Bei Dekompressions-Symptomen ist die nächste Druckkammer in Westmalaysia, eine Verlegung per Charter dauert 4 bis 6 Stunden.

Dengue-Fieber ist in Malaysia ganzjährig endemisch. 2023 wurden über 120.000 Fälle gemeldet. Risiko vor allem in städtischen Gebieten.

Tollwut-Risiko besteht vor allem in Sarawak und in den nördlichen Bundesstaaten Perlis und Kedah, wo Übertragungen aus dem Grenzgebiet zu Thailand dokumentiert sind.

Haze-bedingte Atemwegsbeschwerden treten in der Trockensaison auf. PM2.5-Werte können über 300 steigen. Vorerkrankte (Asthma, COPD) sollten in dieser Zeit Vorsicht walten lassen.

Quallen-Stiche (Kastenqualle, Würfelqualle) wurden in Sabah und auf Tioman dokumentiert. Tödliche Vorfälle sind selten, aber bekannt. Essig zur Erstversorgung sollte am Strand verfügbar sein.

Methanol-Fälle durch gepanschten Alkohol sind in Penang und Sabah dokumentiert.

Typische Routen & Risiken in Malaysia

Risikoprofil pro Region und Aktivität

Die typischen Reiseziele in Malaysia unterscheiden sich stark im Risikoprofil und in der Versorgungsdichte.

In Kuala Lumpur dominieren Verkehrsunfälle, Atemwegsbeschwerden bei Haze-Phasen (Brandrodungs-Smog aus Indonesien) und Magen-Darm. Pantai KL und Gleneagles KL sind innerhalb von 20 Minuten erreichbar.

In Penang (George Town) sind Stürze in der historischen Altstadt, Hitzeerschöpfung und Magen-Darm durch das berühmte Streetfood die häufigsten Notfälle. Pantai Penang und Gleneagles Penang sind erste Adresse.

In den Cameron Highlands sind Wanderunfälle (Mossy Forest, Gunung Brinchang), Erkältungen durch Höhenklima und Roller-Stürze auf Bergstraßen typisch. Die nächste OP-fähige Klinik ist in Ipoh, eine Stunde Fahrt.

Auf der Tauchinsel Sipadan (Sabah, Borneo) sind Tauchunfälle das Hauptrisiko. Die nächste Druckkammer ist die Hyperbaric-Unit der Royal Malaysian Navy in Lumut (Westmalaysia, Charterflug nötig). Tageslimit 178 Taucher pro Tag wegen Naturschutz.

Auf Layang Layang (Spratly-Inseln) sind die Distanzen extrem. Liveaboard-Touren sollten medizinische Notfallausrüstung an Bord haben.

Beim Trekking auf Mount Kinabalu (Sabah, 4.095 Meter) ist Höhenkrankheit ein dokumentiertes Risiko. Der Aufstieg erfolgt in zwei Tagen ohne Akklimatisierung. AMS, Höhenlungenödem und Stürze auf nassen Granitplatten sind Standardbefunde.

Im Taman Negara (ältester Regenwald der Welt) sind Blutegel, Tropenkrankheiten und Stürze auf Dschungelpfaden typisch. Die nächste Klinik ist in Jerantut.

Auf Tioman, Perhentian, Redang und Pangkor (Inseln) ist die Versorgung dünn. Die meisten Unfälle erfordern eine Bootsverlegung zum Festland.

Das Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem Malaysias ist fuer Auslaender am ehesten ueber das Privatkliniknetz zugaenglich und nutzbar. In Kuala Lumpur geniessen Haaeuser wie das Pantai Hospital, Prince Court Medical Centre und Gleneagles KL internationalen Ruf; Aerzte sprechen fliessend Englisch und sind teils in Europa oder den USA ausgebildet. In Penang findet sich mit dem Gleneagles Penang ebenfalls ein hochwertiges Privatspital.

Privat vs. öffentlich

Das oeffentliche System ist fuer Touristen ungeeignet: lange Wartezeiten, Sprachbarrieren ausserhalb der Grossstaedte und hohe Auslaender-Tarife machen es zur schlechten Option im Notfall. In Borneo, speziell in Sabah und Sarawak, ist die medizinische Infrastruktur deutlich duenner. Abgelegene Regionen wie der Danum Valley oder Maliau Basin haben keine Kliniknaehe; ein ernsthafter Notfall erfordert einen Helikoptertransport nach Kota Kinabalu oder Kuching.

Mit einer Reisekrankenversicherung hast du die freie Wahl und der Versicherer koordiniert im Notfall den direkten Kontakt mit den Privatkliniken.

Medical Tourism Hub und Direktabrechnung

Malaysia hat eine der besten privaten Gesundheitsversorgungen Asiens und ist als Medical Tourism Hub etabliert. Über 1,2 Millionen ausländische Patienten kommen jährlich für medizinische Behandlungen ins Land.

In Kuala Lumpur sind Pantai Hospital KL, Gleneagles KL, Sunway Medical Centre und Prince Court Medical Centre JCI-akkreditiert und entsprechen US-Standards. Die englischsprachige Patientenkommunikation ist Standard.

Die Pantai-Gruppe (IHH Healthcare) betreibt 11 Kliniken landesweit, die Gleneagles-Gruppe 7 Kliniken. Beide gehören zu IHH Healthcare, einem der größten privaten Klinikbetreiber Asiens.

Die KPJ Healthcare-Gruppe ist mit 28 Krankenhäusern die größte private Klinikkette Malaysias und hat Standorte in jeder größeren Stadt.

In Penang sind Pantai Hospital Penang, Gleneagles Penang, Island Hospital und Penang Adventist Hospital die wichtigsten Adressen. Penang ist als Zweitstandort des Medical Tourism stark frequentiert.

In Kota Kinabalu (Sabah) ist Gleneagles Kota Kinabalu seit 2014 Standardadresse, ergänzt durch KPJ Sabah Specialist Hospital. Bei OP-Bedarf in Borneo erfolgt die Verlegung selten, da diese Häuser voll ausgestattet sind.

In Kuching (Sarawak) versorgt Normah Medical Specialist Centre Touristen.

Die Direktrechnungsstellung an deutsche Tarife funktioniert bei Pantai, Gleneagles, Sunway, Prince Court und KPJ routinemäßig. Auf den Inseln und in abgelegenen Regionen wird die Verlegung über die Notrufzentrale koordiniert.

Apotheken sind in jeder Stadt vertreten. Watsons und Guardian sind die größten Ketten mit teils 24-Stunden-Filialen in den Großstädten.

Im Notfall vor Ort

Notruf-Reihenfolge in Malaysia

Im Notfall wählst du in Malaysia 999 (universell, Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr, Civil Defence) oder 112 vom Mobiltelefon. Beide funktionieren landesweit auf Englisch und Malay.

Im Krankheitsfall ruf zuerst die deutschsprachige 24/7-Notrufzentrale deines Tarifs an. Sie organisiert die Kostenzusage (Letter of Guarantee), sonst wird Vorkasse in Ringgit oder per Kreditkarte verlangt.

Direktdurchwahlen in Kuala Lumpur: Pantai Hospital Kuala Lumpur +60 3 2296 0888, Gleneagles Kuala Lumpur +60 3 4141 3000, Sunway Medical Centre +60 3 7491 9191, Prince Court Medical Centre +60 3 2160 0000, KPJ Damansara Specialist Hospital +60 3 7718 1000.

In Penang: Pantai Hospital Penang +60 4 643 3888, Gleneagles Penang +60 4 222 9111, Penang Adventist Hospital +60 4 222 7200, Island Hospital +60 4 238 3388.

Auf Borneo: Gleneagles Kota Kinabalu +60 88 518 888, KPJ Sabah Specialist Hospital +60 88 322 000, Normah Medical Specialist Centre Kuching +60 82 440 055.

Auf Langkawi: Sun Medical Specialist Centre +60 4 966 0000 (Erstversorgung, ernste Fälle nach Penang oder KL). Auf Tioman gibt es nur Klinik, ernste Fälle nach Mersing oder Johor Bahru per Boot.

Apotheken heißen Farmasi, die großen Ketten sind Watsons, Guardian und Caring Pharmacy. Antibiotika sind rezeptpflichtig, Durchsetzung jedoch unterschiedlich.

Die deutsche Botschaft in Kuala Lumpur erreichst du unter +60 3 2170 9666. Honorarkonsulate gibt es in Penang, Kuching und Kota Kinabalu.

Brauche ich eine Reisekrankenversicherung?

Ja, eine Reisekrankenversicherung fuer Malaysia ist fuer alle Reisenden dringend empfohlen. Die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland leistet im Ausland grundsaetzlich nicht, und Malaysias Privatklinikreiliste ist teuer. Dengue-Fieber trifft nicht nur Backpacker im Dschungel, sondern ebenso Staedtereisende in Kuala Lumpur oder Snorkler an der Ostküste.

Wer nach Borneo faehrt, traegt zusaetzlich ein Malariarisiko. Die Reisekrankenversicherung deckt Arztbesuche, stationaere Behandlungen, Medikamente und im schwersten Fall den Ambulanzflug nach Deutschland ab. Sie gibt dir ausserdem die Freiheit, direkt in die beste Privatklinik zu gehen, ohne erst die Kosten vorzustrecken, da viele Haeuser direkt mit Versicherern abrechnen.

Fuer Kurzreisen bis 90 Tage gibt es visa-freien Zugang nach Malaysia, aber kein automatisches Netz fuer medizinische Kosten.

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Worauf du beim Tarifvergleich achten solltest

Tarif-Checkliste für Malaysia

Die Heilbehandlungssumme sollte mindestens 500.000 Euro betragen, plus separate Übernahme des medizinisch sinnvollen Rücktransports nach Deutschland (Ambulanzflug 20.000 bis 45.000 Euro).

Direct-Billing mit Pantai Hospitals, Gleneagles, Sunway Medical Centre, Prince Court und KPJ-Gruppe ist Standard bei großen deutschen Tarifen. Malaysias private Kliniken haben sehr gute Erfahrung mit europäischen Versicherern.

Tauchen bis 40 Meter sollte ohne Zusatzprämie eingeschlossen sein. Für Sipadan, Layang Layang oder Wracktauchen brauchst du eine separate Police bei DAN Asia-Pacific.

Wenn du den Mount Kinabalu besteigen willst, müssen Höhen über 4.000 Meter ausdrücklich eingeschlossen sein. Bergrettung erfolgt durch das Sabah Parks Search and Rescue Team, teils per Helikopter.

Roller-Klausel prüfen. In Penang, auf Langkawi und auf den Inseln werden Roller oft ohne Führerscheincheck vermietet. Linksverkehr ist für deutsche Fahrer gewöhnungsbedürftig.

Tropenkrankheiten wie Dengue, Chikungunya, Japanische Enzephalitis und Malaria (Borneo) müssen ohne Selbstbehalt eingeschlossen sein.

Eine Klausel zur Insel-Evakuierung von Tioman, Perhentian, Redang oder den Sabah-Tauchgebieten ist sinnvoll.

Eine Klausel zum Storno bei Haze-Warnung (gesundheitsgefährdender Smog) ist relevant, vor allem in den trockenen Sommermonaten.

Malaysia kombiniert ein exzellentes Privatkliniknetz in den Grossstädten mit echten Tropenrisiken wie Dengue und Malaria in Borneo. Eine Reisekrankenversicherung sorgt dafür, dass du im Notfall sofort in die beste Privatklinik kannst, ohne dir Gedanken über die Rechnung zu machen.

Malaysia-Tarife 2026

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Quick Facts

Versicherungspflicht
Nein (MM2H-Visum: Ja)
Empf. Deckung
500.000 EUR+
GKV-Leistung
Keine
Impfungen
Hepatitis A+B, Typhus, Tollwut (Borneo), Dengue-Impfung pruefen
Notfallnummer
999 (allgemein) / 112 (Handy)

Unser Tipp

Achte darauf, dass dein Tarif explizit Dengue-Fieber als Krankheit abdeckt und keinen Ausschluss fuer tropische Infektionskrankheiten enthaelt.

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Wenn du tiefer in Malaysia reingehen willst

Folge-Fragen, die typisch nach der ersten Recherche zu Reisekrankenversicherung für Malaysia aufkommen.

Zahlt die gesetzliche Krankenkasse in Malaysia?

Nein. Malaysia liegt außerhalb der EU, eine EHIC gilt hier nicht. Die deutsche gesetzliche Kasse erstattet keinen Cent, weder in Kuala Lumpur noch in Penang oder Borneo. Du brauchst die Reisekrankenversicherung für Malaysia ab dem ersten Reisetag, sonst trägst du jede Klinikrechnung selbst.

Wie gut ist die medizinische Versorgung in Kuala Lumpur und Penang?

Sehr gut. Gleneagles KL, Prince Court Medical Centre, Sunway Medical Centre und Pantai Hospital arbeiten auf internationalem Niveau. In Georgetown deckt das Island Hospital Penang den Großteil ab. Die Geräteausstattung entspricht westlichem Standard. Englischsprachige Ärzte sind in allen großen Privatkliniken Alltag.

Was passiert bei einem Notfall in Sabah oder Sarawak?

Kota Kinabalu hat das Queen Elizabeth Hospital und ein Gleneagles. In Mulu, Sandakan oder Semporna findest du nur Provinzkliniken. Bei schweren Fällen erfolgt eine Verlegung nach Kuala Lumpur oder Singapur per Ambulanzflug. Die Kosten liegen zwischen 8.000 und 20.000 USD, ohne Versicherung zahlst du komplett vor.

Wie hoch sind die Kosten in malaysischen Privatkliniken?

Eine Notaufnahme im Gleneagles KL kostet etwa 500 bis 1.500 RM. Bei einer Operation mit Intensivstation erreichst du schnell 50.000 bis 150.000 RM. Regierungskrankenhäuser wie Hospital Kuala Lumpur sind günstiger, verlangen aber Vorkasse. Die Erstattung läuft dann über die Reisekrankenversicherung für Malaysia.

Welche Risiken sind beim Tauchen vor Sipadan und Tioman versichert?

Tauchunfälle in Sipadan, Mabul, Layang Layang, Tioman und den Perhentians gehören zu den häufigsten Schadenfällen. Druckkammern stehen in Kuantan und Kuala Lumpur. Achte auf eine Police mit Tauchen bis 40 Meter und Druckkammerbehandlung. Auch Box-Jellyfish-Kontakte in Sabah-Gewässern fallen unter den Krankheitsfall.

Funktioniert Direct-Billing in Malaysia?

In den großen Privatkliniken in Kuala Lumpur, Penang und Kota Kinabalu rechnen internationale Versicherer direkt mit der Klinik ab. Du legst Police und Pass vor und gehst ohne Vorkasse raus. In Regierungskrankenhäusern zahlst du selbst und reichst die Belege später bei der Reisekrankenversicherung für Malaysia ein.

Visa & Versicherungspflicht

Deutsche Staatsangehoerige koennen Malaysia bis zu 90 Tage visa-frei einreisen. Ein Versicherungsnachweis ist bei der Einreise nicht verpflichtend.

Dennoch ist es ratsam, eine Police dabei zu haben, da Privatkliniken bei der Aufnahme haeufig nach Versicherungsunterlagen fragen. Fuer laengere Aufenthalte im Rahmen des MM2H-Visums (Malaysia My Second Home) wird ein umfassender Krankenversicherungsschutz verlangt.

Häufige Fragen

  • Ist Dengue-Fieber durch die Reisekrankenversicherung abgedeckt?
    Ja, Dengue-Fieber gilt als akute Erkrankung und wird von einer guten Reisekrankenversicherung vollstaendig abgedeckt. Das umfasst die Notaufnahme, den stationaeren Aufenthalt zur Ueberwachung der Blutplaettchen und alle anfallenden Behandlungskosten. Lies die Bedingungen sorgfaeltig, um sicherzugehen, dass keine pauschalen Ausschlueffe fuer tropische Infektionskrankheiten enthalten sind.
  • Gilt meine Reisekrankenversicherung auch fuer Borneo?
    Ja, sofern dein Tarif Malaysia als Reiseziel einschliesst, ist Borneo als Teil Malaysias mitversichert. Achte aber darauf, dass der Tarif auch Helikoptertransporte und Evakuierungen aus abgelegenen Regionen abdeckt, da die medizinische Infrastruktur in Sabah und Sarawak duenn ist.
  • Was kostet ein Krankenhausaufenthalt in Malaysia fuer Auslaender?
    In einem Privatspital in Kuala Lumpur wie dem Gleneagles oder Pantai Hospital kostet ein Tag Hospitalisation zwischen 300 und 800 Euro, je nach Behandlung und Zimmer. Hinzu kommen Arzt- und Laborgeb?hren. Ein Dengue-bedingter Aufenthalt von fuenf Tagen kostet schnell 2.000 bis 4.000 Euro.
  • Muss ich fuer Malaysia einen Versicherungsnachweis bei Einreise vorlegen?
    Nein, fuer deutsche Staatsangehoerige ist bei der visa-freien Einreise kein Versicherungsnachweis erforderlich. Privatkliniken verlangen jedoch bei Aufnahme haeufig Versicherungsunterlagen oder eine Kostenzusage, weshalb du die Polize-Nummer und Notfallnummer stets griffbereit haben solltest.
  • Besteht in ganz Malaysia Malariarisiko?
    Nein. Malaria besteht ausschliesslich in den laendlichen Dschungelregionen Borneos, also in Teilen von Sabah und Sarawak. Auf der malaiischen Halbinsel, in Kuala Lumpur, Penang oder auf Langkawi gibt es kein Malariarisiko. Dengue-Fieber hingegen ist ganzjährig ueberall in Malaysia endemisch.

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